Alle Jahre wieder…

werden VAG-Preise erhöht

Seit 1. Januar Tickets wieder rund 3 % teurer!

2016 betrug die Inflation 0,5 %, Löhne, Gehälter und Renten stiegen jedoch im Durchschnitt nur um ca. 2 %. Preissteigerungen und Gebührenerhöhungen bei der VAG und städtischen Einrichtungen fressen nicht nur die Einkommenssteigerung auf, sondern sorgen dafür das weniger Geld im Geldbeutel bleibt. Das Nürnberg-Pass-Ticket wird von 30,80 auf 31,70 Euro erhöht. Im Harz IV-Satz sind jedoch nur 25,77 Euro für Mobilität enthalten.

Die LINKE LISTE hatte 2016 ein vergünstigtes Jahresticket durchgesetzt, dies steigt jedoch auch auf 37 Euro. Die Ausschlusszeit bis 9 Uhr muss dringen weg, damit dieses Ticket von allen genutzt werden kann.

Die Stadtspitze mogelt …
… wenn sie behauptet, dass der Zuschuss an die VAG, der sogenannte Verlustausgleich, jährlich steigt. Richtig ist vielmehr, dass er sogar sank. Die Zuschüsse an die VAG ist von 83,1 Mio. Euro (2015) auf 59 Mio. Euro (2016) gesunken.

Wiener Modell für Nürnberg

Seit Mai 2012 kostet ein Jahresticket in Wien 365 Euro im Jahr, also 1 Euro am Tag. Finanziert wird diese Vergünstigung durch einen steigenden Ticketabsatz, höhere städtische Zuschüsse sowie durch einen Preisanstieg bei Einzelfahrscheinen und Wochenkarten. Diese Tarifreform ist Teil des Wiener Klimaschutzprogramms mit dem Ziel, den Anteil des motorisierten Individualverkehrs auf 20 % zu senken. Graz ist dem Beispiel gefolgt und bietet das Jahresticket seit Januar 2015 für 228 Euro an und die Straßenbahn ist im Altstadtbereich kostenlos nutzbar. Auch Prag  ließ sich von dem Wiener Konzept inspirieren und senkte ebenfalls seine Preise für Jahreskarten seit Juli 2015.

Das Ziel ist …

Sozial: Mobilität für alle, unabhängig vom Geldbeutel, zu ermöglichen. Die ist ein städtische Aufgabe. Ökologisch: Die negativen Folgen des Verkehrs so weit wie möglich zu reduzieren. Verursacher und Leidtragende der Verkehrsfolgen sind nicht dieselben Personen. Es ist daher ein Gebot sozialer Gerechtigkeit, das vor allem die Menschen, die sich kein Auto leisten können und in einer Wohnung an einer Hauptverkehrsstraße leben, nicht durch die Folgen des Autoverkehrs am meisten leiden müssen.

Elektroautos bieten nach derzeitigem Stand keine wirkliche Lösung. Beim jetzigen Strom-Mix sind sie nicht klimaschonender als andere Autos, und jede erneuerbare Kilowattstunde wird für andere Zwecke benötigt, um einen schnellen Atom- und Kohleausstieg zu ermöglichen. Zudem lösen Elektroautos weder das Rohstoffproblem, noch führen sie zu weniger Unfällen. Vor allem aber benötigen sie ebenso viel Raum wie herkömmliche Pkw. Der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs am Gesamtverkehr beträgt in Nürnberg nur 22 %, in Wien bereits über 40 %.

Wir benötigen eine sozial-ökologische  Verkehrswende, um gute Luft  zum Atmen zu haben! Dazu gehören die Reduzierung des PKW- und LKW-Verkehrs, der Erhalt des Bannwaldes, der Ausbau von Radwegen und bezahlbare Fahrpreise im ÖPNV. 

Dafür setzt sich die LINKE LISTE weiterhin ein.

 

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