Gleichberechtigung

Noch immer sind Diskriminierung, Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts nicht beseitigt. Eine Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen gibt es trotz der Erfolge der Frauenbewegung noch nicht.

Unbezahlte Arbeit (Haushalt, Kindererziehung, Ehrenamt, Pflege und Betreuung von Familienangehörige) ist „Frauensache“, entlohnte Arbeit (Gehalt, Lohn) wird wesentlich schlechter bezahlt, Armut ist überwiegend weiblich.

Diese strukturelle Benachteiligung nützt denen, die daran verdienen und Vorteile daraus erzielen. Deshalb unterstützt die LINKE LISTE alle Ansätze für eine gleichberechtigte Gesellschaft.

Jedes Jahr würdigen die Stadträtinnen der LINKE LISTE die Arbeit von Initiativen, Einrichtungen und Vereine, die für Frauen arbeiten. Sei es in der Beratung, Qualifizierung oder Projekten. Mit einer Rose an diesem Tag, aber vor allem mit Anträgen für einen höheren finanziellen Etat bei den Haushaltsberatungen macht sich die LINKE LISTE für diese Arbeit stark.

So konnte 2014 ein Projekt von Pro Familia für kostenlose Kondome mit 25.000 Euro in den Haushalt gestellt werden.

Aktuell hat die LINKE LISTE einen Antrag zur Umbenennung der Franz-Josef-Strauß-Brücke in Helene Grünberg-Brücke beantragt. Helene Grünberg stand zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der Spitze der gewerkschaftlichen Frauenbewegung Nürnbergs und wurde 1919 in die Weimarer Nationalversammlung gewählt, in der sie den Wahlkreis 26 (Franken) vertrat. Sie gilt als Mitbegründerin des Internationalen Frauentages in Nürnberg und war die erste Arbeitersekretärin in Deutschland.

Hundert Jahre danach soll Helene Grünberg nun entsprechend gewürdigt werden, zumal in Nürnberg nur 18 Straßen oder Plätze mit Vor- und Familiennamen nach Frauen benannt sind und nur zwei Frauen von 47 Persönlichkeiten die Ehrenbürgerschaft verliehen bekamen.

Der bisherige Brückenname nach Franz-Josef Strauß ist hervorragend für eine entsprechende Umbenennung geeignet. Der Verfechter der atomaren Aufrüstung, der als Politiker eng mit der Rüstungslobby vernetzt war, hat sich für Nürnberg nicht verdient gemacht. Vielmehr steht er für die Ideologie des Kalten Krieges, die spätestens heute nicht mehr zeitgemäß ist für eine weltoffene Stadt.

Link zum Antrag

Die LINKE LISTE engagiert sich weiterhin für:

  • Gleichen Lohn für gleiche Arbeit
  • Gleiche Chancen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt und in der Bildung
  • Keine Nachteile am Arbeitsplatz durch die Kinderbetreuung (Elternzeit)
  • Kostenlose KiTas
  • Erhalt und Ausbau von Beratungsstellen und Projekten für Frauen und Mädchen
  • Öffentliche Ächtung und Schutz vor Gewalt und Missbrauch
  • Recht auf sexuelle Selbstbestimmung
  • Eigenständiges Aufenthaltsrecht für Frauen und Mädchen, Anerkennung von frauenspezifischer Fluchtgründe und Unterkünfte nur für Frauen

 

Link zum Flugblatt

 

 

 

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