Gute Arbeit

Auf dem Arbeitsmarkt ist die Bilanz der Agenda 2010 verheerend: Unbefristete Arbeitsverträge mit tariflicher Bezahlung werden zurückgedrängt. Leiharbeit, Befristungen, Werkverträge, Minijobs und schlecht abgesicherte Selbstständige ersetzen tarifgebundene Vollzeitstellen. Über 20 Prozent der Beschäftigten arbeiten mittlerweile im Niedriglohnsektor. Neu geschaffene Arbeitsplätze finden sich vor allem in der Leiharbeit und in der Teilzeit.

Heute müssen wir feststellen: Arbeit schützt nicht mehr vor Armut! Armut bedeutet nicht nur materielle Not, sondern fehlende Bildungschancen, schlechte Berufsperspektiven, schlechterer Gesundheitszustand, weniger kulturelle Teilhabe, weniger Bewegung, geringere Lebenserwartung.

In Nürnberg zählen 23 Prozent aller Menschen als arm oder armutsgefährdet, bei Kinder sind es sogar 25 Prozent. Der Sozialreferent Prölß versucht, diese Zahlen schön zu reden. Das Wirtschaftsreferat freut sich über jeden neuen Arbeitsplatz, egal welcher. Der Hauptgrund für die wachsende Armut in Nürnberg sind die drastischen Mietsteigerungen. Die LINKE LISTE ist die einzige Kraft im Rathaus, die dies entlarvt.

Fakt ist, dass Nürnberg führend ist in Bayern in …

  • der Kinderarmut
  • geringste Löhne und Gehälter
  • Ansiedelung von Zeitarbeitsfirmen
  • höchste Arbeitslosenquote
  • Mietexplosion

Die LINKE LISTE hat prekäre Beschäftigung mehrfach zum Thema im Stadtrat gemacht. Die Beschäftigten in der Leiharbeit erhalten im Durchschnitt 48 Prozent weniger Einkommen, haben weniger Urlaub und nicht dieselben tariflichen Leistungen wie Festangestellte.

Die LINKE LISTE unterstützt die Personal- und Betriebsräte der Stadt und ihrer Tochterunternehmen bei der Durchsetzung von gewerkschaftlichen Forderungen.

Als Arbeitgeberin im öffentlichen Dienst muss die Stadt Nürnberg mit Vorbild voran gehen: keine Leiharbeit, keine Befristungen, keine Scheinbeschäftigungen wie Bürgerarbeit. Weiterhin soll die Stadt Nürnberg 10 Prozent Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.

Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge ist konsequent zu kontrollieren, dass sich die Unternehmen an das tarifliche Arbeitsentgelt und die sozialen Vorgaben halten. Die LINKE LISTE setzt sich für ein Tariftreue- und Vergabegesetz ein.

Über die Kommune hinaus setzen wir uns für die Erhöhung des Mindestlohnes auf 12 Euro, für Arbeitszeitverkürzung bei vollen Lohnausgleich und für ein Verbot von Leiharbeit ein.

Prekäre Beschäftigung ist das Ergebnis der SPD-Politik der Agenda 2010!

 

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