Für die Bildung tun sie nix – in der Rüstung sind sie fix

Frieden ist eine zentrale Forderung, für die wir einstehen müssen. Denn der Krieg ist allgegenwärtig: ständig hören wir Nachrichten von neuen Toten und Millionen von Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen. Während die Zahlen von Tag zu Tag steigen, entsendet die Bundesregierung immer mehr Soldaten in alle Teile der Welt
und rüstet die Bundeswehr weiter auf. Damit zeigt sie, dass sie kein Interesse daran
hat, dass die Kriege aufhören!

Für die Bundeswehr wird es zunehmend schwerer, den für sie notwendigen Nachwuchs
zu rekrutieren. Obwohl die UN-Kinderrechtskonvention den Dienst an der Waffen für Minderjährige verbietet, wirbt die Bundeswehr an Nürnberger Schulen und Berufsmessen. Sie verherrlichen den Krieg und tragen militaristische Propaganda in die Köpfe der Jugendlichen. Sie werben für den Krieg und damit für das Sterben. Und das bei Kindern und Jugendlichen. Durch Kooperationsverträge mit Bund und Ländern ist es der Bundeswehr möglich Zugang zu öffentlichen Räumen zu erhalten. Durch groß angelegte Werbekampagnen versucht die Bundeswehr weiterhin die Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit unter Jugendlichen auszunutzen und sich als attraktiver
Arbeitgeber zu präsentieren. Dabei appelliert sie an Jugendliche, mit einer vermeintlich
guten Ausbildung die Sicherheit Deutschlands zu verteidigen. Die LINKE LISTE fordert seit Jahren, die Schulen zu bundeswehrfreien Einrichtungen zu erklären.

Bildung statt Rüstung!
Deutschland ist auch durch den Export von Rüstungsgütern an fast allen Kriegen auf
der Welt beteiligt. Deutschland ist der fünftgrößte Exporteur von Rüstungsgütern weltweit. Doch anstatt Gelder in die Rüstung zu stecken muss die Politik ihrer Aufgabe gerecht werden und für eine ausreichende Finanzierung des Bildungssystems sorgen. Bildung ist ein Grundrecht! Bildung ist immer noch abhängig vom Geldbeutel der Eltern. Für über 79 % der Studierenden ist Bafög überhaupt die einzige Möglichkeit, um zu studieren. Dass viele noch nebenbei jobben gehen müssen zeigt in welcher schwierigen Situation sie sich befinden. Es trifft nicht nur Studierende – Armut macht auch vor Kindern nicht halt.  19,3 % der Kinder und Jugendlichen in
Nürnberg zwischen 6 und 15 Jahren leben von Hartz IV.

Besonders benachteiligt sind weiterhin Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Jedoch ist dieser Umstand nicht auf die Herkunft zurückzuführen, sondern auf die soziale und finanzielle Situation, in der sich die Familien der Kinder und Jugendlichen befinden.

Bildung für alle – und zwar kostenlos 
Entgegen den Behauptungen durch die Politik, Bildung sei das höchste Gut, erleben wir im gleichen Atemzug dass Bildung in der Politik nicht viel Wert ist, sonst hätte man die Leihgebühren für die Stadtbibliothek nicht wieder eingeführt. Diese wieder eingeführten Leihgebühren hemmen den kostenfreien Zugang zu Literatur und halten viele Menschen ab, sich Bücher der andere Medien auszuleihen.

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